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Johann Gottlieb Christaller an Geschwister:

Er hat Nachricht ├╝ber die Kinder in Basel

(Akropong, 3. Juli 1867)

M1,67 GC 8

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[...] Auch H Pfarrer Pfisterer hat mir diesmal vier Seiten fast ganz ├╝ber meine vier Knaben geschrieben.

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[...] Denn man hat eben im Heidenlande so wenig, worauf man Blicke u Gedanken mit Vergn├╝gen weiden lassen kann.

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[...] Ich selber kann mich weder gesund noch krank hei├čen, bin dankbar, da├č ich nicht zu Bett liegen mu├č u keiner Pflege bedarf, aber da├č ich au├čer der Zeit, in der ich an meiner laufenden Arbeit sitze, so wenig den Anforderungen des Lebens zu entsprechen vermag, so mi├čmutig u verstimmt u verzagt u gedr├╝ckt bin, so wenig Frische zum Gebet u Genu├č am Worte Gottes habe, manches hangen lasse u vers├Ąume, beim Briefschreiben mich mehr abplage als je, ohne recht vorw├Ąrts zu kommen u dergl., das ist zwar z.T. aus eigent├╝mlichen Umst├Ąnden erkl├Ąrt, z.B. aus dem Verhalten u der fortdauernden Herzensh├Ąrtigkeit meines Gehilfen, die Faulheit u L├╝genhaftigkeit oder sonstige Not mit meinen zwei Knaben, aus dem neuen Wohnungswechsel mit all dem Putzen, Aufr├Ąumen, Neueinr├Ąumen meiner B├╝cher u vielerlei Schriften, usw. dem vielen Regen, bei dem es auf die B├╝cher herabregnet usw. u wenns hunderterlei solcher Sachen w├Ąren, sollte ich eben ├╝berwinden u mich nicht an der Freudigkeit [...] st├Âren lassen. [...] Ich hoffe immer, es solle besser kommen, u scheint mir eher schlimmer zu werden, doch will ich mich an Klagelieder 3,22-26 begn├╝gen lassen u darum anhalten, da├č ich doch, noch ehe mein 40. Lebensjahr vollends abl├Ąuft, noch gescheidt werde, weise zur Seligkeit, f├╝r mich selber und f├╝r das unschlachtige u verkehrte Geschlecht, unter dem wir hier leben.

ÔŚä ... zum n├Ąchsten Brief ... Ôľ║

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