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Emilie an Eltern und Geschwister:

Emilie ist krank, so daß Christaller nicht auf eine Reise gehen kann

(Aburi, 10. Jan. 1865)

M3,65 Em 1

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[...] Bei uns geht mit wenig Unterbrechung alles seinen gewohnten Gang. Eine eigene Haushaltung haben wir immer noch nicht, u steht uns eine solche vielleicht noch in weiter Aussicht, was auch manchmal eine Übung in der Geduld bereitet, fĂŒr die wir dann mitunter danken, nĂ€mlich wenn wir zu der Einsicht kommen, daß der treue Gott es ist, der's uns so zugeschickt hat, zu unserem Besten. Mit nĂ€chster Post (in 14 Tagen) kommt uns vielleicht eine Weisung zu, ob wir uns nach Kyebi oder Akropong wenden sollen, oder bestimmen uns unsere persönlichen UmstĂ€nde, noch lĂ€nger, vielleicht noch ein Jahr, hier zu bleiben; der Herr wirds recht machen, das sagen wir uns immer u immer wieder, u wenn wirs nicht sehen, so mĂŒssen wirs glauben, u das Sehen kommt dann hinterdrein.

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Vor einiger Zeit nahm Gottlieb sich vor, eine kleine Reise zu machen, weil er recht abgearbeitet ist, da wurde er durch mich abgehalten, ich bin nÀmlich krank geworden, es war auch ein kurzer schmerzhafter Anfall von Dissenterie, der uns aber nicht besorgt machte; jetzt gehts mir wieder ordentlich, doch ists noch nicht ganz behoben. [...]

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