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Johann Gottlieb Christaller an seine Schwestern und Schw├Ąger:

Christaller gibt einen sehr eingehenden Bericht ├╝ber seine gesamten T├Ątigkeiten der vergangenen Monate in seinem Missionsbereich

(Akropong, 7.-10. Aug. 1854)

Nbrg JG Chr 21

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Geliebte Schwestern und Schw├Ąger!

Der Herr richte Eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi! 1. Thess. 3.

Dieses Wort von der Geduld fiel mir in den Sinn, weil Ihr wahrscheinlich schon geraume Zeit wieder auf Nachricht von mir durch Briefe oder durch Geschwister Dieterle gewartet habt. Es will freilich mir auch zu lange bed├╝nken, mehr als ein halbes Jahr nichts mehr voneinander zu erfahren, aber wir wissen ja Alle eins vom andern, da├č ein Jedes in guten H├Ąnden ist, so da├č wir nicht mit ├Ąngstlichen Sorgen aneinander zu denken haben. Sollten Zeiten kommen, wo wir des Leidens und zwar des Leidens Christi viel haben, so werden wir auch reichlich getr├Âstet durch Christum, besonders wenn wir unsere Herzen zu der Geduld Christi richten lassen. Diese ist freilich etwas anderes und geht weiter als geduldige Abwartung von Briefen. Wir gehen ja den Zeiten entgegen oder leben schon drin, von denen es hei├čt: hie ist Geduld und Glaube der Heiligen. Off. 13,10; 14,12. -

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Ich nehme nun Eure lieben Briefe vom 2.-15. April, die ich am 19. Juni 54 erhielt, als ich gerade wieder in Usu war, zun├Ąchst vor mich. Die ersten Zeilen der lb Gottliebin sind dem dankbaren und wehm├╝thigen Andenken an die geliebte Mutter geweiht; auch ich theile diese Eure Empfindungen wie die des Dankes gegen Gott f├╝r alles, was er an ihr und an uns, die sie ja dort auch noch als die Ihrigen wei├č, gethan hat. Bei wem immer die Vollendung der m├╝hseligen Erdenwallfahrt so zum Preis Gottes gereicht, da hei├čt es mit Recht: Ende gut alles gut. Ein gutes Ende im rechten Sinne war ja auch l├Ąngst der lb Mutter Bitte gewesen, denn wenn sie mich in meiner Kindheit das treffliche Gebet 'Ach Gott u Herr, ich lebe zwar' auswendig lehrte und schlo├č dann 'Herr Jesu Christ, mein h├Âchstes Gut, ich bitt dich, durch dein theures Blut, machs nur mit meinem Ende gut', so giengen diese Worte ihr gewi├č von Herzen. Ich wei├č, wir alle werden einst auch mit Lob u Dank unser Leben beschlie├čen, aber w├╝rdig den Herrn zu preisen, werden wir erst jenseits des Grabes imstande sein. Einstweilen wollen wir lernen u ├╝ben.

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Ihr hattet strengen Winter u sch├Ânen Fr├╝hling; wir haben des ersteren Grimmk├Ąlte, aber auch des letzteren Lieblichkeit nicht. Es kann ├╝brigens sowohl in der Regenzeit als in der trockenen Jahreszeit besonders morgens u abends so kalt sein, da├č es uns friert, besonders die Geschwister, die schon l├Ąnger hier sind; einen gro├čen Theil des Jahres haben wir h├Ąufig besonders morgens Nebel, die nichts anderes sind als Wolken, die ├╝ber unser Gebirge ziehen oder daran h├Ąngen blieben. Mich hats noch wenig gefroren u die Hize war mir auch noch selten l├Ąstig. Das Klima ist ├╝berhaupt nicht oder nicht mehr so gef├Ąhrlich, wenigstens bei vern├╝ftiger Lebensweise u geh├Âriger, jedoch nicht ├Ąngstlicher Sorgfalt. Es k├Ânnten sich Auswanderer in unserem afrikanischen Missionsgebiet ebensowohl ansiedeln u gut fortbringen als anderswo u wir hoffen, da├č es auch noch dazu kommen werde.

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Die Schilderungen von Eurem gl├╝cklichen u zufriedenen Berufs- und Familienleben freuen mich recht; f├╝r die von der lb Gottliebin mitgetheilten Winnender Ver├Ąnderungen und Neuigkeiten ist mit mir Frau Mohr ihr recht dankbar; besonders der fr├╝he Tod der Frau von Jul. Reutter erregte ihre und meine innige Theilnahme. Du darfst, lb Gottliebin, nicht um Entschuldigung bitten, da├č Du 'manches schreibest, was mich nicht interessiere'. Du wirst in diesem St├╝ck nicht leicht zuviel thun. Mit Frau Mohr gr├╝├čt Euch auch ihr Mann, damit ich die Nachrichten von mir nicht zulange verschiebe, bemerke ich hier, da├č ich seit 1. Mai die Kost bei ihnen habe, weil die Geschwister Dieterle am 4. Mai nach Usu abreisten, um dort das Dampfschiff nach Europa abzuwarten; eines aber kam nicht, und die zwei n├Ąchsten nahmen sie nicht mit, so da├č sie nun bereits 1/4 Jahr dort hingehalten sind. Ich bin recht daheim bei Mohrs, besonders ihr kleiner Immanuel, geb. 4.7.1853, der in diesen Tagen frei zu gehen anf├Ąngt, macht mir viele Freude. So oft er mich sieht, jauchzt er u streckt die Arme nach mir aus. Ich kann bei ihm an Eure kleine Johanna denken, die ja nur 1 vollen Monat ├Ąlter ist.

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Vom Krieg u von der Not in der Heimat erfahren wir immer einiges durch den Baseler Volksboten, die S├╝ddeutsche Warte, den Christenboten, aber nat├╝rlich oft versp├Ątet, mitunter durch englische u franz├Âsische Zeitungen fr├╝her. Ihr d├╝rft Euch dadurch aber nicht abhalten lassen, Eure Meinungen u Ansichten dar├╝ber mitzutheilen. [...]

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Dir, lb Hannele, danke ich besonders auch f├╝r Deinen lb Brief, da ich mir wohl denken kann, da├č Du schwer zum Schreiben kommst. Was Deine lb Kleine betrifft, die Du so viel zu h├╝ten hast, so denke daran, da├č die Kleinen auch Engel zu H├╝tern u W├Ąchtern haben u befiehl sie flei├čig dem, der auch sie mit seinem Blut zum Eigenthum erkauft hat und auch dem Eigenwillen, der sich in diesen Jahren besonders ausbilden kann, zu steuern vermag. Den kleinen Imanuel Mohr habe ich au├čer der Mittagszeit auch hie und da w├Ąhrend der Arbeitszeit in meinem Zimmer, lasse ihn auf dem Boden mit unzerbrechlichen gleichg├╝ltigen Sachen spielen, die Kinder sind mit wenigem zufrieden, nur nicht f├╝r lange; wenn solche Kleinen auch manchmal fallen oder sich sto├čen, es thut ihnen nicht leicht etwas, thut ihnen auch nicht so weh, als man meinen k├Ânnte, der lb Gott hat es so eingerichtet, da├č ihr Leib fast allenthalben wie mit sch├╝tzendem Polster versehen ist und die Knochen, die meist noch Knorpel sind, sind ebenfalls mehr elastisch; Ihr werdet noch von keinem Beinbruch u keiner Gelenkverrenkung eines Kindes geh├Ârt haben, und etwaige Absch├╝rfungen oder Verwundungen heilen schnell.

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Du, lb Rapp, sprichst von der Unbest├Ąndigkeit und Unsicherheit des Irdischen in gegenw├Ąrtiger Zeit. Der Eindruck, den die Lage der Dinge auf uns machen mu├č, ist allerdings ein ernster und darf wohl die Errettung der eigenen Seele und der Seelen derer, die uns anbefohlen sind, zum Hauptaugenmerk machen. Ja la├čt uns unsere H├Ąupter emporheben, denn unsere Erl├Âsung naht sich. Wahrscheinlich wird es vorher noch durch wohl tiefere weitere Irrsal gehen, aber die Erl├Âsung ist denen, die das unverg├Ąngliche Reich suchen, die die Erscheinung unseres Herrn Jesu Liebe haben, gewi├č.

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Nun ist es aber Zeit, da├č ich auch ├╝ber mein seitheriges Ergehen und gegenw├Ąrtiges Befinden berichte, nicht wahr?

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Vom 27. Jan. bis 1. Febr war Br. Schlegel bei uns mit Br. Zimmermann, ersterer konnte aber erst einige Wochen von Usu aus auf seine Station Kwita abgehen, weil in jener Zeit die Usu-Leute u die ├╝brigen Bewohner der K├╝stenebene ostw├Ąrts bis an den Volta-Flu├č eine aufr├╝hrerische feindselige Stellung gegen die Engl├Ąnder eingenommen hatten. Es waren lange Palaver (d. h. Verhandlungen) in die├čer Sache auch hier und in Akyem und einige Male war es in Usu auf dem Punkt, da├č von dem Fort aus auf die bewaffneten Neger geschossen oder die von den meisten Einwohnern verlassene Stadt zusammengeschossen worden w├Ąre. Durch Abse(t)zung oder R├╝cktritt des verha├čten Kommandanten (eines alten englischen Mulatten) und Verzicht der Engl├Ąnder auf Wiedererhebung der Kopfsteuer wurde der Friede wiederhergestellt, nur da├č die Neger 2.000 heads cowries d. h. 2.000 Haufen von je 2.000 kleinen Muscheln, das sind etwa 3.333 Gulden Strafe zahlen mu├čten.

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Am 5. M├Ąrz erhielt ich erst Eure Briefe vom 25. Sept.-30. Okt. 1853. Von Hannele, Gottliebin und einen l├Ąngeren von Georg. Ich erfuhr daraus nachtr├Ąglich das N├Ąhere ├╝ber Hanneles Kleine, der Gottliebin Hochzeit, die Krankheitszust├Ąnde der lieben Mutter, die Noth der Heimat. Die 'Bl├Ątter f├╝r Taubstumme' w├╝nschte ich recht sehr auch zu erhalten; von dem was Ihr den Taubstummen bietet, k├Ânnten wir gewi├č auch manches ben├╝zen, und schon das, da├č die Aufs├Ąze von Euch geliefert werden, macht mich verlangend, sie zu bekommen. Wenn Ihr sie unter Kreuzband nat├╝rlich ohne Beischlie├čung von Briefen mit am Schlu├č dieses Briefes beigef├╝gter Adresse mir unmittelbar zuschicket, so ist das Porto nur unbedeutend. Vielleicht k├Ânntet Ihr sie auch vielleicht unter Kreuzband nach Basel schicken, etwa 2 Exemplare. Eines an Hrn Insp.Josenhans, den es gewi├č auch interessiert, mit der Bitte, das andere durch das Comptoir an mich gelangen zu lassen. Ihr k├Ânnt ja den ersten und dann je einen halben Jahrgang zusammen nehmen. Es wird mir sehr gro├če Freude machen, sie zu bekommen.

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Vom 15.-25. M├Ąrz waren die Br. Dieterle u Mahler samt den Z├Âglingen auf einer Reise nach Gyadam u Kyebi, den beiden Hauptst├Ądten des Akyem-Landes abwesend; sie wurde wegen Br. S├╝├č unternommen, der am 31. Aug. von Akropong aus nach Gyadam gegangen war u von dem wir beunruhigende Nachrichten hinsichtlich seiner Gesundheit vernommen hatten. S├╝├č wollte den Versuch machen, auf eigene Faust u sein eigenes Verm├Âgen daran wendend dort eine Missionsstation zu begr├╝nden, hat sich nun aber neuerdings wieder unter unsere Stations- und General-Conferenz u die Leitung der Committee gestellt. Er kam am 8. Juni hieher, dann zu unseren Generalconferenzen nach Usu u reiste am 13. Juli wieder nach Gyadam zur├╝ck, wohin, sobald die ausnehmend schlechten Wege es zulassen, unser bisheriger Schullehrer Alexander Clerk aus Westindien mit Familie abgehen wird, um als Schullehrer u Katechist bei ihm zu sein, gem├Ą├č der Verf├╝gung unserer Committee, welche die Station in Gyadam genehmigt hat. Ihr erinnert Euch vielleicht fr├╝herer Berichte von S├╝├č in dem 'Heidenboten', die von dem lb Bruder etwas voreilig u mit zu gro├čen Hoffnungen erstattet wurden u besser nicht abgedruckt worden w├Ąren; aus daher genommenen u sonstigen Gr├╝nden pressierte es mir bisher nicht sonderlich, etwas f├╝r den Heidenboten Geeignetes heimzuschreiben, in dem Missionsmagazin jedoch werdet Ihr hie u da etwas, wenigstens eine Erw├Ąhnung meiner, finden k├Ânnen.

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Ende M├Ąrz mu├čte einer unserer angestellten jungen Leute, Paul Staudt, entlassen werden. Es ist der, welcher am 16. Oct. 1853 Hochzeit hatte, war auch mein Gehilfe (ich hatte ihn vormittags zur Verf├╝gung) wegen eigener Untreue u blinder Eifersucht hatten er u sein Weib oft H├Ąndel, was bei den heidnischen Negern im ersten Jahr scheints ziemlich Regel ist, sein Hauptfehler war ungebrochener u unvers├Âhnlicher Stolz (auch Familienstolz) u Knechtung durch Fleischeslust. Er hat sich bis jetzt noch nicht gedem├╝tigt. Solche Erfahrungen mit Getauften haben nat├╝rlich auch ihr Schweres. Statt seiner wurde Jonathan (Palmer) mein Gehilfe, der mir auch bessere Dienste leistet (durch ├ťbersezen, allein, jedoch in meinem Zimmer, oder gemeinsam mit mir, Ertheilen einiger Lektionen bei den Katechisten-Z├Âglingen usw.). An den biblischen Geschichten konnte ich um verschiedener Umst├Ąnde willen oft nicht fortmachen u sie nicht soweit bringen, als ich w├╝nschte. Es geht in Afrika eben noch nichts mit Dampf, au├čer auf dem Meere, u selbst die Dampfschiffe machen einem oft die Zeit lang oder kommen gar nicht oder t├Ąuschen sonst die Hoffnung, wie es die Geschwister Diet(erle) 3mal erfuhren. Sonstige Arbeiten waren: Sammlung von Sprachstoff, grammatische Arbeiten, ├ťbersezung der Katechismus-Spr├╝che u Haustafel aus dem Calwer Sprachbuch, der Hausordnung f├╝r unser Institut, eines Theiles des Heiligen Lucas, Lektionen am Institut.

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Unsere Z├Âglinge sind 10, seit Br. Dieterles Abreise ist Mader an seine Stelle getreten. Er hat, nachdem er zwei Jahre hier war, um eine Frau geschrieben, eine Schwester von Frau Widmann, die er noch nicht pers├Ânlich kennt, und um der ├ťbernahme der Haushaltung des Instituts willen sein Gesuch wiederholt, aber es wurde ihm, obschon er jetzt im 4. Jahr hier ist, wegen der Geldnot der Gesellschaft, weil durch die Sendung eines Kaufmannes nach Usu f├╝r unsere Stationen mehr geschehe als f├╝r die schreienden Bed├╝rfnisse in Ostindien gethan werden k├Ânne, wieder abgeschlagen. Von mehreren Missionaren in Ostindien, die schon l├Ąnger ledig auf ihrem Posten stehen, erhalten M├Ârike u Leonberger Frauen, auf ihren Stationen waren nemlich bisher keine, was hier auch nicht der Fall ist.

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Mit dem Katechisten-Institut kann es in ein paar Jahren eine Ver├Ąnderung geben, es ist nemlich beabsichtigt, das hiesige und das in Usu zu vereinigen; das vereinigte Institut wird dann aber wahrscheinlich weder hier noch in Usu sein, sondern in der Mitte zwischen beiden an einem Ort, von wo aus man mit Leichtigkeit sowohl in das Ga- als in das Otji-Gebiet auf k├╝rzere Ausfl├╝ge machen kann. etwa in dem seit Meischels Heimreise verlassenen Aburi (Abude) Otji-Gebiet, oder ein paar Stunden davon auf der Ebene also im Ga-Gebiet, wo an einigen Orten schon mehrere christliche Familien sind. Wir hoffen, da├č schon mit Br. Dieterles R├╝ckkehr aus Europa Aburi von der Committee wieder besezt werden wird, vielleicht mit Br. Mader.

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Im April und Mai f├╝hlte ich mich von der Arbeit und anderen allm├Ąhlig wirkenden Ursachen etwas angegriffen, hatte etwas Kopfweh und mu├čte mich daher in der Arbeit etwas beschr├Ąnken, ein paar Mal wenn Adolph das Wechselfieber hatte, was dieses Jahr schon sehr oft bei ihm der Fall war, blieb ich einen Vormittag bei ihm und las medicinische B├╝cher. Das Fieber kam gew├Âhnlich morgens (Frost, Mattigkeit, dann Hize, Durst, viel Erbrechen von Galle, gro├če Mattigkeit, endlich Schwei├č) w├Ąhrte bis mittags und nachmittags konnte er wieder herumspringen, wenn er vormittags noch elend war; aber am dritten Tag kams dann wieder. Doch in den lezten Monaten hatte er es nur einige Male.

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Auf Himmelfahrt u Pfingsten ├╝bersezte ich auch wieder einige Lieder ins Otji: 'Der Herr f├Ąhrt auf gen Himmel', 'Auf diesen Tag bedenken wir', 'Zeuch ein zu deinen Thoren', 'Ein feste Burg ist unser Gott' (theilweise von Mader). Ein Dichter bin ich nicht, aber das ├ťbersezen gelingt mir eher, freilich wird die ├ťbersezung oft nicht ganz getreu, z.T. ist aber auch dieses m├Âglich.

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Am 9. Juni reiste ich zur Generalconferenz nach Usu ab; ich gieng mit Jonathan zu Fu├č die 5 Stunden bis Aburi, wo wir ├╝bernachteten und des anderen Tages drei Stunden bis auf die Ebene hinunter, wo im ersten Dorf zwei H├Ąngemattentr├Ąger meiner warteten, die mich den gr├Â├čten Teil der noch ├╝brigen 5 Stunden bis Usu trugen. Die ersten acht Stunden gehen immer durch Busch und durch 10 gr├Â├čere oder kleinere D├Ârfer. An manchen Stellen ist in dem Busch etwas gepflanzt, aber diese Stellen sind in 1 oder 2 Jahren wieder Busch. Man kann nicht sagen, Wald, denn dazu m├╝├čten es der gro├čen B├Ąume mehr sein. Von diesen ist jedoch mehr als einer quer ├╝ber den Weg gestreckt, und wenn man nicht unten durchgehen oder schl├╝pfen oder dar├╝ber wegsteigen kann, so wird durch den Busch daneben ein halbkreisf├Ârmiger Umweg gemacht u das geschieht immer wieder, so da├č Ihr Euch den Weg nur an wenigen Stellen gerade denken d├╝rft. Er geht auch ├╝ber viele Baumwurzeln, Steine u Felsen, durch Morast u Wasser. (Zwischen Aburi u der Ebene konnte ich einmal nicht anders als mit Schuh u Strumpf hineintappen, auf der Ebene selber aber mu├č man oft w├Ąhrend der Regenzeit l├Ąngere Strecken durch Wasser waten. Der Weg ist eine Hauptstra├če ins Innere, obwohl nirgends zwei nebeneinander gehen k├Ânnen au├čer durch die D├Ârfer. Doch sei er noch wie eine Eisenbahn im Vergleich mit den Akyem-Wegen, wenigstens w├Ąhrend der Regenzeit.)

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In Usu hatten wir vom 13.-16. Juni Conferenz, zu welcher auch die Br├╝der Mohr und S├╝├č eingetroffen waren; leztere giengen wieder am 16. und 17., Widmann am 19. (nachdem am 18. das Dampfschiff angekommen war, aber die Geschwister Dieterle nicht mitgenommen hatte). Ich wollte nach der Br├╝der Rath und Guthalten noch ein paar Wochen l├Ąnger bei Br. Zimmermann in Usu bleiben, der Erholung wegen, wie auch den Br. Steinhauser nach ├Âfteren Fiebern ein vierw├Âchentlicher Aufenthalt in Akropong (22. M├Ąrz bis 18. April) sehr gut gethan hatte. Ich arbeitete mit Br. Zimmermann oder mit Jonathan (der in seiner ├╝brigen Zeit aus der Bibel oder sonst etwas ├╝bersezte). Die Br├╝der in Usu trinken morgens 8 Uhr Kaffee und essen nach 10 Uhr und 4 Uhr, wenn ich aber, wie in Akropong, erst um 2 Uhr wieder eigentlich zu arbeiten anfing, so hatte ich mittags zwei Stunden mehr Erholung u strengte mich auch sonst nicht zu sehr an. Doch regnete es w├Ąhrend der zweiten Woche auch in Usu fast jeden Tag (im Akwapemgebirge hat es schon lange und viel mehr geregnet).

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Am 26. Juni arbeitete ich mit Jonathan von 8-9 an Lucas 12, f├╝hlte aber dann, da├č der Kopf den Dienst zu weiterer Arbeit versagte u wohl das Fieber im Anzug sein werde. So wars auch, es trat am Montag noch nicht stark auf, hielt aber am Dienstag, wo ich morgens anfing, Chininpillen zu nehmen, und Mittwoch an bis Mittwoch nachts Schwei├č kam, da├č ich 6 Hemden u 2 Leint├╝cher durchn├Ą├čte. Doch war wieder sch├Ân Wetter zum Trocknen u Gesundwerden. Ich hatte das Fieber nicht heftig, konnte bei Tage viel schlummern, doch m├╝hte sich dabei besonders nachts der dumpfe Kopf mit sonderbaren fixen Ideen ab. In den n├Ąchsten Tagen f├╝hlte ich nicht viel besser, konnte aber ziemlich schwitzen u gieng bald wieder ein wenig spazieren.

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So gieng ich am 4. Juli morgens auf der Stra├če, die nach holl├Ąndisch u britisch Accra (Genga und Ga) f├╝hrt, spazieren. Eine Negerin hatte in einer der Regenwasserpf├╝zen etwas abseits der Stra├če ihren gro├čen kugelrunden Topf gef├╝llt u rief einer in einiger Ferne auf der anderen Seite der Stra├če besch├Ąftigten Person, die aber nicht h├Ârte oder nicht kommen wollte, so da├č sie um einen Aufhelfer verlegen war. Ich gieng auf sie zu, sie erwartete aber von mir scheints keine Hilfe, denn als ich sagte, ich wolle ihr aufhelfen, war sie ganz verwundert, b├╝ckte sich in kniende Stellung hin zu meinen F├╝├čen u sagte einmal ├╝ber das andere 'Oh Gottes Kind, dein Kopf erlange Leben, Gott segne dich,' (er zitiert im Originaltext). Ich f├╝hre dies nur als einen unbedeutenden Zug aus dem Negerleben an. Mit dem Pr├Ądikat 'Gottes Kind' k├Ânnen sie gleich bei der Hand sein, wenigstens die Accraer, besonders bei Missionsnegern, wenn sie einen etwas Kunstreiches machen sehen, so hei├čen sie ihn 'Teufelskind' (etwa gleich Tausendk├╝nstler), wie Du, lb Georg, mit Deinen taubstummen Knaben geworden seid) so aber nur, wenn mans nicht h├Ârt, ins Gesicht w├╝rden sie ihn flugs Gotteskind nennen.

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Am 4. Juli kam der 'Forerunner', der mir am 19. Juni Eure Briefe gebracht und Br. Dieterle eine Kabine f├╝r die Heimfahrt zugesagt hatte, von der unteren K├╝ste zur├╝ck, der Kapit├Ąn erkl├Ąrte aber Br. St., da├č er Dieterles nicht mitnehmen k├Ânne; nun kamen aber zwei Passagiere desselben mit dem Methodisten-Missionar Warton von British Accra zu Besuch ins Missionshaus, welche sagten, da├č noch Plaz da sei und den Rath gaben, Dieterles sollten samt ihren Kisten und allem zu dem Schiff hinausfahren und auf Grund des gegebenen Versprechens auf Mitnahme bestehen; das geschah, man verabschiedete sich, sie fuhren in einem gro├čen Boot die 3/4 Stunden ins Meer hinaus, aber - abends waren sie wieder da und Frau Dieterle wurde durch die Seekrankheit an diesem Abend und noch am folgenden Morgen hart mitgenommen. Der Kapit├Ąn hatte seine Ausreden, aber der wahrscheinlichste Grund ist, da├č ihm b├Âswilliger Weise eine Hautkrankheit, welche der kleine Paul schon lange bekommen, f├╝r mehrere Monate auch seine Mutter damit angesteckt und sie noch nicht ganz verloren hatte, als gef├Ąhrlich dargestellt wurde; hier in Akropong bekommen fast alle Neger diese Krankheit einmal in ihrem Leben, an der K├╝ste scheint sie hartn├Ąckiger und wird von Engl├Ąndern oder Mulatten zum Theil sogar (sehr unrichtig) Lepra (Aussatz) gehei├čen.

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Die Geschwister Dieterle und ihre Kinder waren seit sie in Usu sind, viel krank an Fieber, Aisen (?) usw u Bruder Dieterles Angegriffenheit, die ihm keine geistige Arbeit, nicht einmal Lesen erlaubt, hat eher zugenommen. Es ist eine schwere Geduldspr├╝fung f├╝r sie. Jene zwei Passagiere des Forerunners waren ein Arbeiter in der Baptisten-Mission auf Fernando Po und ein deutscher Doctor (nicht der Medicin), der mit dem Forerunner herausgekommen war, um einer neuen Niger-Expedition sich anzuschlie├čen, um Erforschung der Sprachen willen, aber weil er krank geworden war, wurde er zur├╝ckgewiesen u mu├čte nun mit dem nemlichen Forerunner wieder heimkehren.

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Am 6. Juli wollte Br. Zimmermann mit seinen Z├Âglingen den vorgeschriebenen j├Ąhrlichen gr├Â├čeren Missionsausflug antreten und auf einem Weg, der halb durch Ga, halb durch Otschi-Gebiet f├╝hrte, wollte er zuerst mich nach Akropong begleiten, um von dort wom├Âglich Br. Locher, der seit 14 Tagen mit seiner Frau noch bei den wiederholten Fiebern Erholung gesucht hatte, mitzunehmen auf seine Reise gegen den Volta hin. Wir brachen morgens 5 1/2 Uhr auf, ich mit H├Ąngematte u 6 Tr├Ągern, da ich, um keinen Fieberanfall zu bekommen, mir keine Anstrengung erlauben durfte. Der Weg ├╝ber die Ebene war gut, wir machten einmal unter einem Baum, dann in einem Dorfe Halt (Zimmermann liebt diese Jahreszeit zu reisen unter anderem weil man ├╝berall reifen Mais u Welschkorn antrifft, dessen Kolben gesotten oder gebraten sehr schmackhaft abzunagen sind. Ich esse sie sehr gerne, Ihr k├Ânnts Euch auch probieren, denn unser Mais ist ganz dasselbe wie Euer Welschkorn, nur da├č die Stengel oft um ein ziemliches h├Âher wachsen).

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Gegen Mittag aber hatte sich der ├ťbergang des sch├Ânen Wetters in Regenwetter entschieden, der Regen ├╝berfiel uns unterwegs u hielt uns einige Stunden des Nachmittags in einem Negerdorfe hin. Doch brachen wir nochmals auf, um noch Damsa, wo f├╝nf christliche Familienv├Ąter wohnen, zu erreichen, was auch vor Einbruch der Nacht geschah; der Weg aber f├╝hrte durch viel Wasser, so da├č wir froh sein durften, Tr├Ąger zu haben (auch Br. Zimmermann hatte eine H├Ąngematte u zwei Tr├Ąger f├╝r solche F├Ąlle mit sich). In Damsa besuchten wir die Christen in ihren H├Ąusern, Zimmermann redete mit ihnen, auch ich konnte mit einem in Otschi verkehren; nachts waren einige bei unserer Abendandacht u sprachen nachher noch mit Zimmermann; ich konnte dabei ordentlich folgen, denn durch das als Mitglied der Censurcommission mir obliegende Lesen der ├ťbersezungsarbeiten von Br. Zimmermann u meinem zweimaligen Aufenthalte in Usu war mir die Ga Sprache soweit bekannt, da├č ich Predigten von Br. Zimmermann fast vollst├Ąndig verstand. Zum Nachtessen hatten wir eine von unserem Hauswirt bereitete Landessuppe mit einem Huhn darin. Das Wasser, das man hier herum hat, sieht aber so grau wie dicke Lauge (aus). Es war Zimmermann u mir in dem Negergeh├Âfte ein Zimmer, wenn mans so hei├čen will, angewiesen worden, nach vorn ganz offen; wir breiteten das grobe Tuch unserer H├Ąngematte auf den harten Lehmboden u deckten uns mit wollenem Teppich. Br. Zimmermann befestigte den Deckel meiner H├Ąngematte, (der mir aber den Regen nur nothd├╝rftig abgehalten hatte u den ich mit den Schn├╝ren daran rechts u links hatte dirigieren m├╝ssen, damit er, [...] als es durchs Geb├╝sch ging, nicht zerrei├čen w├╝rde) sowie ein Leintuch an dem Dache, so da├č wir durch diese zwei Vorh├Ąnge auch nach vorne ein geschlossenes Schlafgemach hatten. Ich mu├čte Gott ganz besonders danken, da├č er mich gesund erhalten hatte; mein Jonathan u einer von Zimmermanns Z├Âglingen hatten Fieber, wozu wohl das Waten durch das Wasser beigetragen hatte, sie waren aber nicht einmal so gescheit gewesen, ihre Hosen weit genug hinaufzust├╝lpen. Ich schlief (in den Kleidern) bald ein, selbst unter dem gellenden Getrommel in unserer Nachbarschaft, das wie darauf berechnet schien, uns im Schlaf zu st├Âren und uns daran erinnert, da├č auch in diesem kleinen Plantagendorf au├čer den 5 Christen noch Fetischdiener wohnen. Morgens erwachte ich nach einem guten Schlafe, wie ich ├Âfters in Akropong u Usu ihn nicht gehabt hatte.

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Br. Zimmermann verkehrte noch weiter mit den Christen, die recht lernbegierig u auch auf ├Ąu├čere Verbesserung ihrer Lage bedacht sind. Das Regenwetter lie├č uns erst um 9 Uhr aufbrechen u nun gings, zun├Ąchst auf sch├Ân vom Busch gereinigtem Wege dem Gebirge zu. Gottfried Alema, jener kranke Z├Âgling blieb zur├╝ck, Jonathan lie├č sich nicht dazu bereden u meinte, es sei besser f├╝r ihn zu gehen. Einmal schlugen die vordersten einen falschen Weg ein, der zu einem Plantagend├Ârfchen f├╝hrte, doch gabs auch von da aus einen Weg nach Aburi. Als wir eine l├Ąngere Strecke durch einen von dichtem Buschwerk gebildeten, die Sonne auch wenn sie geschienen h├Ątte, kaum durchlassenden Tunnel abw├Ąrts gegangen und nun an dem eigentlichen Fu├č des Gebirges angelangt waren, wo es zun├Ąchst in dem steinigen Bette eines Waldb├Ąchleins aufzusteigen galt, hatte es bei mir mit dem Getragenwerden ein Ende.

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Br. Zimmermann gab mir seinen Stock u lie├č mich vorangehen - 10. Aug. - aus Sorgfalt f├╝r meine Gesundheit, ├Âfters zum Langsamtun ermahnend oder nach meinem Befinden fragend.

<27>

Ich bin unter solchen Umst├Ąnden nicht verwegen, aber in dem, was Umst├Ąnde u Beruf uns zumuten, auch getrost, und der Herr erhielt mich auch gesund.

<28>

Wir hatten nur 25 Minuten eigentlich zu steigen, weniger als auf dem gew├Âhnlichen Wege, dann giengs auf dem schmalen Wegchen durch den Busch weiter, endlich wieder abw├Ąrts in ein T├Ąlchen, wo wir eine Aburi-Plantage trafen u wieder aufw├Ąrts, bis unser Weg in den wohlbekannten nach Aburi einm├╝ndete.

<29>

In dem verlassenen Missionshause rasteten wir ├╝ber Mittag; die Leute w├╝nschen immer wieder einen Missionar u eine Schule bei ihnen, was ihnen vielleicht bald gew├Ąhrt wird. Der fernere Weg war theilweise sehr schlecht - gerade an solchen Stellen mu├čte ich gehen; in Mampong hielt ich eine Ansprache an die Leute; ich mu├čte noch, weil es Nacht wurde, mitunter den Weg mit dem Stock untersuchen u mich auf dem R├╝cken ├╝ber Wasser tragen lassen, aber wir kamen gl├╝cklich u wohlbehalten in Akropong an.

<30>

Ich mu├čte nun eine Weile langsam thun mit Gesch├Ąften, bin aber nun ordentlich wieder in Gang u habe Freudigkeit, Zuversicht u Hoffnung, wenns auch des Aufhaltenden und Niederhaltenden Manches gibt, was man ja nicht anders erwarten darf. Letzteres besonders ist ja nothwendig.

<31>

Nun bin ich ja noch recht umst├Ąndlich geworden, wei├č wohl, da├č Ihrs auch in anderen Dingen gerne so h├Ąttet. Ich sollte Euch auch f├╝r Euren Missionsverein brauchbare Mittheilungen machen, aber sch├Âne Bekehrungsgeschichten u auffallende Wirkungen der Predigt k├Ânnen wir nicht berichten, denn dem Volke selber, das eben gar fest in seinem Jahrtausende alten Heidentum steckt, konnten wir offen gestanden noch nicht einmal verst├Ąndlich genug predigen, haben noch nichts von der Bibel gedruckt, auf das wir fu├čen k├Ânnten. Aber es wird jetzt bald die Zeit der Anbahnung vor├╝ber sein, einige Gehilfen sind nun herangereift, die jungen Leute, welche zur Erziehung u als Dienstboten in den H├Ąusern der Missionare waren u sind und f├╝r die Wahrheit gewonnen wurden, mehren sich, es ist eben wieder ein halb Du(t)zend im Taufunterricht, und auch Alte stehen nahe, bei denen es sich haupts├Ąchlich um einen Anfang des Durchbruchs handelt, w├Ąhrend andere freilich gleichg├╝ltiger u feindseliger werden.

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Die Geschwister Widmann haben auch zwei kleine Kinder, welche von abergl├Ąubischen Heiden gleich nach der Geburt ers├Ąuft werden sollten, weil sie je an dem kleinen Finger beider H├Ąnde eine dorn├Ąhnlich Warze, die leicht mit H├Âllenstein wegge├Ązt werden konnte, mit auf die Welt brachten. Das M├Ądchen wurde am Osterfest vom Tode errettet (seine gef├╝hllose Mutter h├Ątte es ebenso gerne t├Âten lassen wie ihre drei fr├╝heren aus demselben Grunde get├Âteten Kinder), der Knabe 4 Wochen sp├Ąter. Sie hei├čen Maria u Johannes. Die Mutter des letzteren, eine Sklavin, s├Ąugt nun beide, wenngleich mit Parteilichkeit; die Eigent├╝mer der Mutter werden daf├╝r bezahlt (auch sie hatten zwei fr├╝here Kinder dieser Sklavin umbringen lassen), die Kinder aber geh├Âren den Missionaren. - Die Geschwister Dieterle sind am 7. August mit einem Segelschiff abgereist, werden daher erst Ende Oct. oder Anf. Nov. nach Hause kommen.

<33>

Habe ich Dir, lb Gottliebin, Deine fr├╝here Frage, ob und wann wir eine Betstunde haben, beantwortet? Wir M├Ąnner haben eine am Mittwoch Abend 6 1/2 Uhr, die Frauen am Sonntag nach der Nachmittagskirche oder Abends.

Nun lebt wohl, der Herr mache uns t├╝chtig zum Erbtheil der Heiligen im Licht. Euer G. Christaller.

<34>

(am Rand S 1 nachgetragen:) Die├čmal wenigstens mu├č ich um Entschuldigung meines schlechten Geschreibs bitten, habe gerade kein gutes Federmesser und kann mich mit den Stahlfedern noch nicht recht befreunden, auch pressierts.

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(am Rand S 5 nachgetragen:) Meine t├Ągliche Ordnung hier ist gegenw├Ąrtig: Aufstehen etwa 6 Uhr, Morgenandacht bei Mohrs, worin 10 - 20 Verse im NT gelesen und von Jonathan oder Daniel ├╝bersezt werden, um 7 Uhr bald nachher Fr├╝hst├╝ck, Mittagessen um 12 Uhr, wieder Arbeit von 2-5, Abendessen, Spazierengehen, 7 1/2 Uhr Abendandacht bei den Z├Âglingen, 8-9 Lesen und bald zu Bette.

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