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Johann Gottlieb Christaller an Mutter und Schwestern:

├╝ber seine Gesundheit und Schlaflosigkeit

(Basel, 24. Juni 1852)

M3,52 G C 2

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Es scheint, er (Inspektor) hat viel zu thun, besonders weil er mit C. Bunz heute noch seine Reiserechnung ins Reine bringen mu├č. Bei oder nach dem Nachtessen wird er wohl noch mit uns reden, u wegen meiner wei├č ich ja einstweilen genug, w├Ąhrend Br. Steinhauser ├╝ber sich noch gar nichts erfahren hat; wahrscheinlich gehen wir beide hernach Einen Weg. Ich mu├č sagen, es ist mir recht lieb aus mehr als einem Grunde, da├č ich am Fest noch nicht eingesegnet werde; jedenfalls hatte ich mir nach der Vacanz hieher auf ein paar Monate in Rechnung genommen u es scheint mir jetzt sonderbar, da├č ich nicht selber eine sp├Ątere Einsegnung f├╝r das nat├╝rlichste hielt. Die Otschi Grammatik u das W├Ârterbuch dazu hat Br. Riis zwar schon vor mehr als 1 1/2 Monat zum Druck fertig gemacht, aber der Verleger wollte sich nicht gleich daran machen, u am 8. d.M ist Br. Riis in seine Heimath abgereist, von wo er vor Ende der Vacanz zur├╝ckkommen wird; vorher aber wird der Druck nicht begonnen, u auch dann noch einige Zeit erfordern, die fraglichen B├╝cher sollte ich doch nothwendig gleich mitnehmen k├Ânnen. [...] (Einladung zum Missionsfest nach Basel mit M├Âglichkeiten der Unterkunft dort.) [...]

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Hr Insp. sieht gut u gesund aus (Gesicht, Geh├Âr u rechte Hand, meint er, haben von den Reisen u dem Aufenthalt u der Arbeit in Indien) etwas gelitten. Frau Inspector u die Kinder sind auch gesund, erstere aber, h├Ârte ich, wolle in der Vacanz in ein w├╝rttembergisches Bad. Die geschw├Ązige Martha hat Hrn Inspector besonders viel Freude gemacht; er kannte sie fast nicht mehr.

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